Endlich hier
"Die Welt danach" - 2004
M: Steinhauer / T: Werding
 
der Tag war klar, die Luft roch nach Jasmin
sie joggt im Park und lächelt vor sich hin
irgendwas war anders irgendwie
sie spürt, dass bald Besonderes geschieht
 
blaues Licht kehrt rhythmisch wieder
Schatten an der Wand
jemand greift ganz zärtlich ihre Hand
 
jetzt bist du endlich hier
du kannst dich heut entscheiden
bleibst du für immer hier
wieder bei dir
 
sie träumt den Traum vom Fliegen und vom Meer
überall nur Schönheit um sie her
nie war sie so glücklich und entspannt
und jemand hält so zärtlich ihre Hand
 
Stimmenhektik, grelle Lichter
tragen sie weit fort
ihr Herz will nicht zurück an diesen Ort
 
jetzt bist du endlich hier
du musst dich nur entscheiden
jetzt bist du endlich hier
für immer bei dir

sie wird geführt von einem sanften Licht
getragen und beschützt, sie zögert nicht
sie fühlt sich leicht, von aller Last befreit
und spürt ganz tief, sie ist zu allem bereit
 

Julianes Kommentar:

Der Tod ist die Grenze. Niemand weiß, was danach passiert. Die genaue Linie zwischen Leben und Tod ist schwer zu definieren. Je weiter weg man von der Grenze ist, desto eindeutiger ist der Unterschied zwischen Leben und Tod. Je näher man der Grenze kommt, desto mehr verschwimmt sie.

Manche Menschen haben auch schon diese Grenze überschritten – und sind zurückgekehrt. Verschiedenste Leute an ganz verschiedenen Orten der Welt berichten von Nahtoderfahrungen. Unabhängig voneinander beschreiben sie dasselbe Erlebnis: Sie gehen einen Tunnel entlang und folgen am Ende einem Licht, von dem ihre Seele magisch angezogen wird. Stell dir vor, du kommst in diese Situation. Du joggst im Park, und plötzlich ist alles anders. Ein strahlendes Licht reicht dir seine Hand, freundlich, zärtlich, sonderbar vertraut. Es lädt dich ein, sein Reich zu betreten. Wie würdest du dich entscheiden?
 

Letzte Aktualisierung: 24. March 2005 | www.juliane-werding.de ||