Der Fluch
"Die Welt danach" - 2004
M: Steinhauer/Chinasky T: Werding

rotes Licht und Raunen in der Bar
ich weiß nicht, wie ich hergekommen war
ein junger Mann mit blondem Haar
erkennt mich, lächelt sonderbar
umarmt mich und sagt: endlich bist du da
 
ich bin dein Traum, ich bin dein Fluch
ich geb dir viel, doch nie genug
ich bin dein Traum, erkennst du mich
ich liebe dich
 
ich stehe starr, mein Herz wird kalt wie Eis
ich kenn ihn auch, ist alles, was ich weiß
die Kerzen flackern wie im Wind
ein Kuss, der die Erinnrung bringt
alles dreht sich, doch er hält mich fest
 
ich bin dein Traum, ich bin dein Fluch
ich geb dir viel, doch nie genug
ich bin dein Traum in Fleisch und Blut
 
weicher Mund und samtig, kühle Haut
alles fremd doch irgendwie vertraut
ich fühle, was man sonst nicht fühlt
ich werde wach, das Bett zerwühlt
wie gelähmt mein Kopf, mein Körper glüht
 
ich bin dein Traum, ich bin dein Fluch
ich geb dir viel, doch nie genug
ich bin dein Traum, ich bin dein Fluch
dein Selbstbetrug
 
ich bin der Traum auf dein Gebet
der für dich durch die Hölle geht
ich bin dein Traum, erkennst du mich
ich liebe dich
ich liebe dich
 

Julianes Kommentar:

Ich kenne ihn nicht, habe ihn tausend Mal gesehen. Ist er eine unerfüllte Sehnsucht? Ein Ausweg? Eine Ablenkung?

Er gibt mir, was ich brauche, er nimmt mir, was ich wirklich will. Ist er, was ich suche?

So tief, wie sein Blick, so kalt seine Begegnung, so warm wird es mir. Liebe, die in den Wahnsinn treibt.

Ist er, was ich brauche?

Traum oder Wirklichkeit? Segen oder Fluch?
 

Letzte Aktualisierung: 24. March 2005 | www.juliane-werding.de ||