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 VÖ: 17.03.2006

 Titel

 01 Wer hat Angst vorm Glück

Sehnsucher

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Singles:
Vergiss nicht, dass du lebst
Zusammen
Für immer (Promo)
Mystify your life (Promo)

 02 Du bist nicht aus Zufall hier
 03 Vergiss nicht, dass du lebst
 04 Für immer
 05 Das Leben berührn
 06 Wenn es dich gibt
 07 Ballade von St. Kilda
 08 So hell wie das Licht
 09 Dein Traum ist die Tür
 10 Zusammen
 11 Wahrheit ist
 12 Mystify your life

 





 

Grenzgängerin auf Sehnsuche:
Juliane Werding ist wieder da

Ganz wenige Künstler kommen nie aus der Mode, sie sind stets zeitgemäß, auch wenn sie nie auf vermeintlich angesagten Wellen der Musik schwimmen. Eine der Wenigen ist Juliane Werding, seit 35 Jahren im Showgeschäft, mit über 20 Plattenproduktionen und Millionen verkaufter Alben eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Sängerinnen. Gold- und Platin-Auszeichnungen, “Goldene Stimmgabeln”, “Bravo-Ottos”, “RTL-Löwen”, ausverkaufte Tourneekonzerte und eindrucksvolle Chart-Platzierungen markieren die erfolgreiche Karriere der Juliane Werding.

Sängerin, Texterin, Homöopathin, Schauspielerin (“Die Vagina Monologe”), Buchautorin, ausgebildete PR-Fachfrau; “Protestgöre”, “Jeanne d’Arc des deutschen Schlagers”, “neuzeitliche Minnesängerin”. Was immer sie ist und als was immer man sie bezeichnet – eines war sie immer, von Anfang an: Eine “Sehnsucherin”, die sich mit ihren Liedern auf die Suche nach einer anderen Welt macht. Als solche hat sie ihre eigene Nische ge- beziehungsweise erfunden. Kein leichtes Unterfangen, besonders am Anfang nicht. Als schwierig galt denn auch jene Essener Straßenmusikerin, die am 10. Juni 1971 ihren ersten Schallplattenvertrag zwar unterzeichnet, aber sich fortan geweigert hatte, die inhaltsarmen Schlagerliedchen zu trällern, die ihr die Plattenfirma vorlegte. Protestsongs wollte sie singen! Wie Bob Dylan oder Joan Baez! Endlich die Themen aussprechen, die sie und ihre Generation bewegten! In den Augen der Plattenfirmen ein aussichtsloses Vorhaben in der musikalischen Herz-Schmerz-Welt der frühen Siebziger. Ihr Eigensinn, den man ihr damals als Pubertätsgehabe auslegte, sollte sich als ihr Erfolgsrezept erweisen. Mit dem ersten Anti-Drogen-Song “Am Tag, als Conny Kramer starb” berührte sie als 15Jährige die deutsche Musiknation und stürmt seitdem immer wieder die Charts: “Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst”, “Nacht voll Schatten”, “Stimmen im Wind”, “Sehnsucht ist unheilbar” und “Weißt du, wer ich bin” sind nur einige all der Songs, die beinahe wie selbstverständlich zu Evergreens wurden

Ihrer unangepassten Marschroute bleibt sie auch auf dem neuesten, ihrem 21. Tonträger treu. Abermals hat sie mit ihrem langjährigen Hitproduzenten und Komponisten Harald Steinhauer und Co-Producer Frankie Chinasky alle Songs selbst geschrieben. Unterstützt von ihrer Studioband und weiteren Solo-Musikern schwebt ihre unverwechselbare Stimme elegisch auf einer Mischung aus modernen Rock-Riffs und exotischen Klängen dahin und entführt die Hörer in einen Kosmos aus wohlklingenden Sounds, sehnsüchtigen Melodien und geistreichen Texten. Wer außer der “singenden Geschichtenerzählerin” könnte einen Song über die Geburt eines Kindes aus der Perspektive des Babys schreiben? Oder über eine Wahrsagerin, die einen Mord vorhersieht? Oder von der sagenumwobenen schottischen Insel St. Kilda?

Ihre Einzigartigkeit demonstrieren gleichzeitig zeitkritische Songs wie “Wer hat Angst vorm Glück?” oder “Wahrheit ist ...”, die sich mit der Spaßgesellschaft und der Geiz-ist-geil-Mentalität auseinandersetzen. Juliane Werding, die ihre innere Zuflucht immer wieder in der (katholischen) Religion gefunden hat und mit einem (evangelischen) Theologen verheiratet ist, geht es um mehr, und so offenbart sie tiefe Glaubensbekenntnisse in “So hell wie das Licht” und “Wenn es dich gibt”. In einer Zeit zunehmender Orientierungslosigkeit will sie Visionen vermitteln, den Glauben an Höheres neu entdecken, spirituelle Möglichkeiten aufzeigen. "SEHNSUCHER" nennt sie ihr 2006er-Album und versteht es als Plädoyer, dem Positiven im Leben mehr Beachtung zu schenken, sich auf die Suche nach Werten jenseits von Konsum und Eigennutz zu machen und dabei das Übersinnliche zuzulassen. “Wenn wir außer Genuss und Geld keine anderen Visionen haben, sind wir viel ärmer, als wir ahnen”, gibt sie zu bedenken und lädt ihr Publikum ein, sie zu begleiten – auf ihrer “Sehnsuche” nach einer anderen Welt.

Um den musikalischen Worten praktische Taten folgen zu lassen, hat sie gemeinsam mit Freunden ein Internetforum eröffnet. Unter WWW.SEHNSUCHER.COM können sich Menschen von ihren Sehnsüchten und Träumen erzählen, über ihre Sorgen und Nöte, aber auch ihre Interessen und Freuden austauschen. Hier treffen sich Urlaubsbekanntschaften und Freunde ebenso wie Menschen, die in ihrer Situation eine neue Perspektive suchen. “Ich bekomme jeden Tag Briefe, die mich um Schirmherrschaften, Auftritte, Spenden, ‚ein offenes Ohr’, ja sogar Heiratsvermittlungen bitten”, erläutert die ausgebildete Heilpraktikerin ihre Initiative. “Einerseits ist es aufgrund der Vielzahl völlig unmöglich, sich all der Sorgen anzunehmen, andererseits wollte ich auch nicht, dass die Briefschreiber damit allein bleiben.” Und so versteht sich SEHNSUCHER.de als Austauschplattform für Menschen in ähnlichen Situationen und mit ähnlichen Schicksalen. “Auch wenn man per Mausklick sicher keine Familien- oder Drogenprobleme lösen, keine Krankheiten heilen oder Arbeitsplätze sichern kann, so ist es ein erster und wichtiger Schritt, wenn man sich mit Menschen austauschen kann, die Ähnliches bereits durchgemacht und gemeistert haben.” Große Taten beginnen mit kleinen Schritten.

Album-Cover als download-Version (JPG, 788 KB)

rtf | PDF (Liner-Notes zum Album "Sehnsucher")

 

Letzte Aktualisierung: 05. April 2014 | www.juliane-werding.de ||